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Sonntag, 19.11.2017 ScieNews

Berufliche Perspektiven gesucht?

Wir haben da etwas: die ScieCon Berlin


 

„Viele Firmen – Ein Weg – Dein Job“. Diese Worte waren Eric Scieman, 25 Jahre alt, kurz vor dem Abschluss seines Masterstudiums im Bereich industrielle Biotechnologie, von dem Poster in Erinnerung geblieben, das er in seiner Uni gesehen hatte. Am 26. Oktober 2017 sollte hier in Berlin die ScieCon, eine Firmenkontaktmesse stattfinden, die genau auf sein Gebiet ausgerichtet ist: die Life Sciences – eine perfekte Gelegenheit, sich um seine berufliche Zukunft zu kümmern. Also machte er sich am Tag der ScieCon auf zum Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin, dem Veranstaltungsort in diesem Jahr. Zum dritten Mal in Folge fand die Life-Science-Messe in Berlin statt. Mit dem Lichthof des TU-Hauptgebäudes war ein imposanter Ort gefunden worden, der wie gemacht schien für die ScieCon und viele von den Besuchern, die zum ersten Mal hier waren, kurz innehalten ließ, um den Raum und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

 

Pünktlich um 10:00 Uhr fiel dann durch eine kurze Eröffnungsrede der Startschuss für alle Besucher, in den kommenden sieben Stunden die ScieCon mit all ihren Facetten zu nutzen, um Zukunfts- und Berufsperspektiven zu erweitern und zu konkretisieren. Möglichkeiten dafür gab es viele: Insgesamt 16 Firmen aus ganz Deutschland und sogar aus London waren nach Berlin gekommen, auf der Suche nach den Mitarbeitern und Kollegen von morgen. Die Vielfalt der Aussteller reichte dabei vom Pharmadienstleister QuintilesIMS, über das international tätige Familienunternehmen Boehringer Ingelheim, bis hin zur in Berlin ansässigen Berlin-Chemie AG. Zum ersten Mal auf einer ScieCon überhaupt hat sich die Biotech-Firma Jennewein Biotechnologie vorgestellt. Hier, wie an allen anderen Messeständen auch, herrschte den gesamten Tag über ein stetiger Andrang, um sich über Einstiegsmöglichkeiten und die Unternehmen zu informieren. Die Besucher konnten unter anderem erfahren, wie der Arbeitsalltag eines Pharmareferenten bei QuintilesIMS aussieht oder wo die Berlin-Chemie AG außerhalb Berlins noch überall aktiv ist.

 

Mindestens genauso gut besucht wie die Stände der Aussteller war das vielseitige Rahmenprogramm. In zahlreichen Firmenpräsentationen konnten sich die Messebesucher einen konkreteren Eindruck von ihrem möglichen zukünftigen Arbeitgeber holen. So konnte Eric Scieman zum Beispiel in Erfahrung bringen, welche Vorzüge ein Mitarbeiter bei Boehringer Ingelheim neben der firmeneigenen Mensa und Kita genießen kann, und dass Jennewein Biotechnologie mit der Produktion humaner Milcholigosaccharide ein Alleinstellungsmerkmal weltweit hat, da es kein anderes Unternehmen gibt, das etwas Gleichartiges anbietet. Im Vortragsraum wurde aber nicht nur vorgetragen, am Nachmittag wurde es interaktiv. Das Live-Bewerbungsgespräch war Höhepunkt des Tages. Bis auf die hintersten Reihen war der Raum gefüllt, als sich der Bewerber Andreas Heimann der Personalchefin von Boehringer Ingelheim, Jana von Puttkamer, vorstellte. Er hatte sich im Vorfeld der Messe auf eine real ausgeschriebene Stelle bei Boehringer Ingelheim beworben. Das folgende Bewerbungsgespräch fand nun hier, live auf der ScieCon statt. Es war hochinteressant zu hören, welche Fragen in dieser Situation auf einen zukommen können und wie man als Bewerber darauf antworten kann. Das halbstündige Gespräch wurde im Anschluss noch öffentlich ausgewertet.

 

Beendet wurde der Tag mit der Podiumsdiskussion zum Thema „STARTuP not Down – Dein Weg zum eigenen Unternehmen“. Die sechs Gäste, zum Teil Gründer eigener Start-ups, zum Teil Leiter von Startup- Schmieden, gaben allen Zuhörern einen guten Überblick über das Thema. In der Diskussion kamen zum einen die Schwierigkeiten einer Start-up-Gründung zum Vorschein, zum anderen erfuhren die Besucher aber auch viel darüber, warum sich der Schritt in die Unabhängigkeit trotzdem lohnt.

 

Die Biotechnologische Studenteninitiative (btS) e.V. war als Veranstalter der ScieCon mit einem Infostand vor Ort. Neben Wissenswertem über den Verein, seine Ziele und Möglichkeiten erfuhr Eric Scieman hier, dass alle Mitglieder des Organisationsteams Studierende und Doktoranden sind und die Messe parallel zu Studium und Promotion auf die Beine gestellt haben. Sie alle hofften am Ende des Tages, dass viele der Besucher und der Firmen etwas für sich mitnehmen konnten und die einen vielleicht einen Job gefunden haben, die anderen eine offene Stelle besetzen konnten. Den Job hat Eric Scieman noch nicht, die neuen beruflichen Perspektiven allemal.

 

Für alle die in diesem Jahr nicht dabei sein konnten: die ScieCon wird zurück nach Berlin kommen, voraussichtlich im Frühjahr 2019.

 

Und wenn Ihr einmal hinter die Kulissen der ScieCon gucken wollt und Ihr Lust habt, selbst einmal mit zu organisieren, dann kommt doch einfach mal zu einem Treffen der Berliner btS vorbei ;-)

 

Die btS dankt all Ihren Partnern und den Ausstellern für Ihre Unterstützung und allen Besuchern, für Ihr Kommen.

 

Malte Hilsch, btS Berlin